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Zoff unter Geschwistern

Müssen Geschwister denn immer streiten?
27.02.2019 von Katja Back
copyright maggiw - fotolia.com

Viele Eltern kennen das: Ihre Kinder streiten sich, dass die Fetzen fliegen. Die Eltern stehen meist hilflos daneben, versuchen zu schlichten oder mischen sich in den Streit ein. Doch wie verhalte ich mich als Mutter oder Vater richtig? Muss denn dieser Streit unbedingt sein? Was kann man tun, um diesen zu vermeiden?

Zuerst einmal muss gesagt werden, dass Geschwisterstreit etwas völlig Normales ist. Ja, auch wenn Sie das Gefühl haben, dass sich Ihre Kinder ständig streiten. Der Streit zwischen Geschwistern ist meist auch ein sehr heftiger. Dabei weiß man als Außenstehender meist nicht, worüber der Streit denn diesmal ausgebrochen ist. Vordergründig streiten sich Geschwister um Spielzeug, das von der Schwester oder vom Bruder abgenommen wurde. Aber eigentlich ist es nicht wirklich das Spielzeug. Geschwister streiten um Aufmerksamkeit der Eltern, um Privilegien, Besitz und Macht. Besonders Geschwister, die vom Alter her
relativ nah beieinander sind und zudem noch das gleiche Geschlecht besitzen, zoffen sich besonders oft.

Streit ist aber nichts Schlimmes. Er ist wichtig. Geschwister lernen durch den direkten Kontakt, wie man mit Konflikten umgeht. Von den Eltern schauen sie sich ab, wie man sich streitet. Wenn Sie also miteinander respektvoll umgehen und unterschiedliche Meinungen respektieren, dann sind die Chancen groß, dass Ihre Kinder Ihr Verhalten adaptieren.    

Sicherlich ist es für Eltern schwierig, tatenlos einem Geschwisterstreit beizuwohnen. Sie fragen sich, was Sie nur tun können, um den Streit zu schlichten. Aber Vorsicht: Es gibt vieles, was Sie in genau diesem Moment falsch machen können, was den Streit nur noch heftiger werden lässt.

  1. Gehen Sie mit Lob nicht verschwenderisch um, das schürt den Konkurrenzkampf. 
  2. Bitte niemals vergleichen. Beispielsweise: „Deine Schwester hilft immer beim Abräumen des Tisches, kannst du nicht auch einmal helfen?“ Geschwister sehen in diesem Satz bestätigt, dass der andere besser ist als es selbst.
  3. Verlangen Sie auch nicht von dem größeren Geschwisterkind, es solle doch, weil es nun mal älter ist, vernünftig sein. Die Eifersucht wird dadurch nur gefördert.

Doch was können Sie tun, wenn sich Ihre Kinder mal wieder
streiten? Zuerst einmal sollten Sie versuchen, den Streit auszuhalten. Es ist sicher fürchterlich schwierig. Aber bedenken Sie: Für die beiden Geschwister ist es halb so schlimm. Der Zorn ist während des Streits natürlich riesig, aber wenn „ausgestritten“ wurde, ist zwischen den beiden auch alles wieder in Ordnung. Also: Bitte nicht einmischen. Den Schiedsrichter zu spielen, ist meist sowieso nicht möglich, weil Sie ja doch nicht alles mitbekommen haben.

Auch sollten Sie Ihren Kindern das Streiten nicht verbieten. Die Gefühle, die sich dann anstauen und durch den fehlenden Streit unterdrückt werden, schaden den Kindern mehr. Versuchen Sie, dass die zwei Streihähne ihren Zank selbst austragen, halten Sie sich aber in Hörweite auf, sodass Sie eingreifen können, falls es eskaliert. Was gar nicht geht, ist, wenn sich die Streitenden körperlich weh tun. Dann sollten Sie eingreifen und die beiden trennen. Nach einer kurzen Beruhigungspause fragen Sie jeden einzelnen, was los war. Hören Sie sich den Standpunkt von jedem Kind an. Meist finden die Geschwister dann selbst eine Lösung.


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