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Maklercourtage ein Ärgernis

Käufer zahlt für Makler- Beauftragung durch Verkäufer
28.03.2019 von Bernhard Flemming
copyright Michael Gaida - pixabay.com

Wer heute eine Immobilie verkauft, wendet sich an einen erfahren, lokalen Makler, der über eine größere Anzahl von potenziellen, bonitätsstarken, vorgemerkten Käufern verfügt, um die zum Verkauf stehende Immobilie schnell an einen neuen Interessenten verkaufen zu können.  

Der durch den Verkäufer beauftragte Makler wird ausschließlich für diesen tätig, um seinen persönlichen Interessen gerecht zu werden, die Immobilie zum möglichen Höchstpreis zeitnah verkaufen zu können.

Die Maklercourtage, die Vermittlungsprovision des Maklers, richtet sich nach dem Verkaufspreis der Immobilie, wie er letztendlich notariell beglaubigt wurde und wird spätestens durch den Käufer fällig, wenn die Zahlung für die Immobilie erfolgt und die Auflassung, die Änderung des neuen Eigentümers im Grundbuch, vorgenommen wurde. 

Eine mit Sicherheit nicht sehr glückliche Lösung: Der Käufer der Immobilie bezahlt die Courtage für den vom Verkäufer beauftragten Makler, der zuvor für diesen, einen möglichst hohen Verkaufspreis für die Eigentumswohnung, das Eigenheim festgesetzt hat. 

Ein Widerspruch in sich und Grund genug, warum sich Justizministerin Dr. Katarina Barley (SPD) jetzt der Bezahlung der Maklercourtage angenommen hat und das Bestellerprinzip wie bei der Vermietung von Mietwohnungen einführen möchte. Den Makler bezahlt, wer den Makler bestellt. Diese Regelung soll den Käufer einer Immobilie finanziell entlasten, da die Makler Vermittlungsprovision, je nach Bundesland bis zu sieben Prozent vom Verkaufspreis des Grunstücks, der Immobilie betragen kann. Was viele Verkäufer von Immobilien nicht wissen: Die Maklercourtage ist nicht gesetzlich festgeschrieben und daher mit dem Makler verhandelbar. In Zeiten einer hohen Nachfrage nach Immobilien dürfte ein
schneller Verkauf und Eigentümerwechsel möglich sein, weshalb Malker auch bei der Höhe ihrer Provision gesprächsbereit sind.  

Bisher war es so: Der Käufer einer Eigentumswohnung oder eines Eigenheims hat die Maklerprovision im günstigsten Fall mit dem Verkäufer geteilt, da beide Seiten von einem schnellen Verkauf bzw. Kauf profitiert haben. 

Zukünftig wird es so sein, dass der Verkäufer den vom Makler ermittelten Verkaufspreis der Immobilie, um die zu erwartende Provision als Zuschlag auf den Verkaufspreis einpreist. Damit zahlt weiterhin der Käufer die Maklercourtage für die Immobilie, die im Verkaufspreis jetzt inbegriffen ist. Der angedachte Vorteil für den Käufer ist jetzt ein absoluter Nachteil, da sich der notariell beglaubigte Verkaufspreis um die Maklercourtage erhöht, damit die Grunderwerbssteuer, die der Käufer zu bezahlen hat, für die Immobilie steigt. Was eigentlich ein Vorteil für den Käufer sein sollte, wird ihn finanziell zusätzlich be- und nicht entlasten.  

Makler befürchten, sollte der Vorschlag von Justizministerin Barley sich durchsetzen und Gesetz werden, dass Verkäufer von Immobilien das zum Verkauf stehende Objekt durch einen Makler kostenlos bewerten lassen, um dieses dann ohne jegliche Maklerbeteiligung selbst zu verkaufen, um die Maklercourtage für Verkäufer bzw. Käufer zu sparen.


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